Unsere Schutzmaßnahmen in Zeiten von Corona/COVID-19

Liebe Patientinnen und Patienten,

Gesundheit ist eine kollektive Verantwortung. Wir sind uns der Gemeinwohlverpflichtung der Zahnärztinnen und Zahnärzte bewusst. Als wichtiger Baustein der medizinischen Grundversorgung dürfen wir uns in der aktuellen Corona-Krise nicht wegducken. Wir müssen für unsere Patienten da sein und mit Vernunft, Augenmaß sowie gesundem Menschenverstand agieren. In diesem Sinne haben wir unseren Praxisbetrieb in den ersten Wochen der Pandemie zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter zunächst auf reine Schmerzbehandlung zurückgefahren. Auf Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde werden wir unsere Tätigkeit ab sofort nach und nach wieder ausbauen, denn zahnmedizinische Grundversorgung kann und sollte nicht dauerhaft ausgesetzt werden. Ab 11. Mai 2020 läuft der Praxisbetrieb dann wieder vollumfänglich.

Selbstverständlich werden wir dabei auch weiterhin besondere Hygienestandards einhalten und Schutzmaßnahmen ergreifen. So tragen alle Mitarbeiter, die an Patienten arbeiten, neben dem Mund-Nase-Schutz ein Gesichtsvisier.

Über weitere (Schutz)Maßnahmen möchten wir Sie nachfolgend transparent informieren:

    1. Als Experten des Mund-Rachen-Raums sind sich Zahnärzte schon immer der Bedeutung des Aerosols als Übertragungsmedium ansteckender Krankheiten bewusst und dafür hoch sensibilisiert. Die Zahnmedizin beherrscht den Selbst- und Patientenschutz so auch unabhängig von COVID-19 besonders gut. Bis zur endgültigen wissenschaftlichen Klärung der Rolle zahnärztlichen Aerosols (im Gegensatz zur Tröpfcheninfektion) bei der Übertragung von Covid-19, werden die bereits eingeführten zusätzlichen Schutzmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter aufrechterhalten. Zentral ist es hierbei, die Entstehung, Ausbreitung und Verbreitung von Aerosol einzudämmen. Deshalb werden jene Arbeiten weiterhin möglichst vermieden, die vermehrt Aerosol freisetzen und nicht zwingend notwendig sind. Hierzu zählen im Bereich der Zahnerhaltung (Kariologie, Endodontie, Parodontologie, Kinderzahnmedizin) beispielsweise der Einsatz von Turbinen, Pulverstrahlgeräten und Ultraschallscalern.

 

    1. Behandlungen ohne Aerosolbildung (z.B. Kieferorthopädie, Parodontologie, Prophylaxe, herausnehmbare Prothetik, Chirurgie, Funktionstherapie) können problemlos durchgeführt werden.

 

    1. Zusätzlich werden die räumlichen, zeitlichen und ablauftechnischen Maßnahmen in unserer Praxis weitergeführt, um die vom Robert-Koch-Institut geforderte Abstandhaltung möglichst effektiv umzusetzen. Hierzu gehört auch, dass wir in festen Teams arbeiten, die aussetzen, sobald es den Verdacht einer Infektion bei einem Teammitglied gibt. In diesem Fall wird umgehend ein Corona-Test durchgeführt. Bisher haben wir keine Infektion in unserem Praxisteam.

 

    1. Eine Behandlung ist ausschließlich nach Voranmeldung möglich. Vor Behandlungsbeginn wird grundsätzlich eine Covid-19-Anamnese durchgeführt. Bei Patientinnen und Patienten, die zu Risikogruppen zählen, wird die Behandlungsindikation besonders streng geprüft. Auch Fiebermessen kann bei Bedarf durchgeführt werden.
      Wichtig: Symptomatische Patienten können in unserer Praxis aktuell nicht behandelt werden. Hierfür wäre geeignete besondere Schutzausrüstung nötig. Die Bereitstellung geeigneter Schutzausrüstung bzw. die Etablierung entsprechend ausgerüsteter Einrichtungen/Praxen hat staatlicherseits zu erfolgen.

 

Liebe Patientinnen und Patienten, abschließend noch ein Hinweis, der aktuell etwas aus dem Fokus gerät: Neben der Eindämmung und Therapie des Virus, darf die Prävention nicht aus den Augen gelassen werden. Eine gute Mundhygiene bzw. eine gesunde Mundhöhle ist in Zeiten von Covid-19 noch wichtiger als sie vorher ohnehin schon war. Eine gesunde Mundhöhle ist immer eine bessere Immunbarriere als eine kranke Mundhöhle.

(Stand 6.5.2020)